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Paul Emil Gabel / Teil 3 Bild 48: Bildnis des Jungen Karl Hans
Reppel. Mischtechnik (Buntstift/Papier), Emden 1912, 32 x 25,5 cm, sig. u.
dat. li. Mitte. Privatbesitz Bleistift
/ Papier, 42 x
31 cm, sig. u. dat. u. re., Historische Elbing-Sammlung / Truso-Archiv. Während der Zeit bis zum Ausbruch des Ersten
Weltkrieges unternahm Gabel ferner Reisen nach Worpswede in die
Künstlerkolonie sowie in die nördlichen Niederlande. Gabel war in Den
Haag häufig Gast im Restaurant "Worch" in der Annastraat 9,
das Friedrich A. Worch am 29. Februar 1912 eröffnet hatte. Auch nach
dem 1. Weltkrieg scheint Gabel den Kontakt zu Worch nicht verloren zu
haben. Als das Restaurant 1959 geschlossen wurde, hingen in den Gasträumen
noch viele Gabel-Gemälde. Was aus den Bildern geworden ist, ist leider
nicht bekannt. Die Zugbrücke und der Hafen
mit seinen Häusern erinnern an die Prinzeninsel in Amsterdam, während
die Boote auf den Fischerort Harlingen in Friesland verweisen und die
Tracht der Volendamer Tracht ähnlich ist. Gabel hat hier holländische
Elemente verschiedener Herkunft in einem Motiv vereint. Öl/Leinwand, um
1912-1914, 40 x 55 cm, sig. u. li., Privatbesitz.
Die Zeit des Ersten Weltkrieges verbrachte
Gabel als Soldat in Allenstein, wo er für die Offizierskasinos und
Offiziere Bilder zu malen hatte und deshalb nicht an die Front musste. Diese Zeichnung
entstand in Allenstein und stellt wahrscheinlich einen der Offiziere in der
Allensteiner Kaserne dar. Die Zeichnung ist auf der rechten Seite
mit "Gabel 1916" signiert. Sie wurde von Paul van Heel zur
Verfügung gestellt. Bild
54: Marktplatz mit altem Rathaus in Allenstein. Nach dem Gemälde von P.
E. Gabel (1915)
Nach dem Krieg hielt er sich eine zeitlang in Elbing auf, wo er u. a.
Zeichen- und Malunterricht erteilte. Eine seiner Schülerinnen, der er
von 1919 bis 1923 privaten Zeichen- und Malunterricht erteilte, war Erna
Clausnitzer. Gabel ist in den
Einwohnerverzeichnissen der Stadt Elbing von 1914 und 1927/28 als
Eigentümer des Hauses am Äußeren Mühlendamm 25 verzeichnet. Auf den nächsten 5
Abbildungen sind Ansichtskarten vom Verlag Riesemann & Lintaler, Königsberg, Kunstanstalt Otto Siede in
Elbing mit
Königsberger Motiven zu sehen (Größe 14 x 9 cm, sig.). Bild 57: "Königsberg
i. Pr." - Schloss. Es wurde im August 1944 bei den
massiven Luftangriffen westlicher Flieger zerstört. Zeitweise war darin
das berühmte "Bernsteinzimmer" untergebracht.
Bild
61: Königsberg
i. Pr. - "Obstmarkt am Junkergarten" - AK nach einem Original von P. E.
Gabel, Verlag Riesemann & Lintaler, Königsberg i. Pr., 10 x 14 cm,
sign. u. li. Ca. 1926 reiste Paul Emil Gabel von
Holland nach Berlin und im selben Jahr an die Ostsee nach Rügen, wo er
mehrere größere Aufträge in Stralsund, Saßnitz, usw. zu erledigen
hatte. Copyright Christa Mühleisen |